Tim-Fabian Wilke begleitet Klaus-Peter Bachmann

Tim Fabian
 

Begleitung eines engagierten Landespolitikers – ein Tagebuchbericht mit Resümee

Mein Name ist Tim-Fabian Wilke, ich bin 19 Jahre alt und absolviere momentan ein Freiwilliges Soziales Jahr am Braunschweiger Dom. Ich durfte Klaus-Peter Bachmann vom 10. bis 22. April bei seinen verschiedensten Terminen begleiten.
Am Dienstag, dem 10. April haben Klaus-Peter und ich uns zur Planung des knapp zweiwöchigen Praktikums getroffen. Es hat mich sehr positiv überrascht, dass Klaus-Peter von Anfang an betont hat, dass es ihm wichtig sei, dass wir uns duzen.
 

 

Von Tim-Fabian Wilke

Die erste Praktikumswoche
Den ersten „richtigen“ Termin hatten wir dann abends im AWO-Wohn-und Pflegeheim Heidberg, eine Veranstaltung zu dem Thema „kultursensible Pflege“. Dort stand unter anderem auch die Bundestagsabgeordnete der SPD, Dr. Carola Reimann Rede und Antwort.
Am Mittwoch, dem 11. April ging es los mit einer Bereisung der Landesaufnahmebehörde Braunschweig, mit der AG Integration der SPD-Landtagsfraktion, wo große Einigkeit darüber herrschte, dass das Image der LAB als „Abschiebebehörde“ zu einem Integrationszentrum weiterentwickelt werden muss. Ein Grund dafür ist, dass in der LAB ein wichtiger Teil an Integration gefördert wird.
Danach fuhren wir zu der Eröffnung der Ausstellung „...trau dich“, gegen Mobbing und Ausgrenzung im Jugendzentrum Stöckheim. Abends stand die Jahreshauptversammlung des Fördervereins Feuerwehr Braunschweig auf dem Programm. Hier wurde Klaus-Peter Bachmann als ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender einstimmig wiedergewählt.
Am darauffolgenden Tag war ich das erste Mal im Landtag in Hannover. Dort wartete etwas ganz Besonderes auf mich, eine Außerordentliche Sitzung des Ausschusses für Inneres und Sport des Landtages. Bei dieser Sitzung unterrichtete Innenminister Schünemann über die Hintergründe der „Ermittlungspannen“ im Emdener Mordfall „Lena“, wobei er dem Ausschuss Antworten auf Fragen zu dem Aufruf der Selbstjustiz an dem unschuldig inhaftierten 17jährigen Tatverdächtigen schuldig blieb. Dort folgte ein Gespräch mit dem Feuerwehrchef der Feuerwehr Hannover und zwei Gewerkschaftsvertretern über das Niedersächsische Brandschutzgesetz. Direkt im Anschluss fuhren wir zurück nach Braunschweig, um pünktlich bei der Eröffnung der „Braunschweiger Alzheimer Tage 2012“ anwesend zu sein. Abends war eine Sitzung der SPD-Fraktion im Zweckverband Großraum Braunschweig.
Der Freitag fing, zumindest für mich, etwas später an. Der erste Termin um 15 Uhr war das Nachbarschaftsfest am Queckenberg war. Gegen Abend wartete dann noch der AWO-Ideen-Stammtisch auf uns.
Samstag, der 14. April begann um 11 Uhr, mit der Geburtstagsfeier zum 60. Geburtstag von Detlef Kunkel, dem ersten Bevollmächtigten der IG Metall. Von dort aus sind wir zu der ordentlichen AWO-Kreiskonferenz 2012 weitergefahren. Klaus-Peter wurde hier als Vorstandsvorsitzender einstimmig wiedergewählt.
Am Sonntag war der einzige anstehende Termin eine Lesung des Satirikers Torsten Stelzner zu Gunsten des AWO-Frauenhauses Braunschweigs. Doch trotz der frühen Stunde und der Tatsache, dass Sonntag war, war die Veranstaltung sehr gut besucht.

Die zweite Praktikumswoche
Am Montag sind wir erneut nach Hannover gefahren zu einer Sitzung der AG Integration der SPD-Landtagsfraktion, bei welcher unter anderem die Gespräche mit der LAB Braunschweig vom 11. April ausgewertet wurden. Direkt im Anschluss nahmen wir in Braunschweig an der Sitzung des SPD-Unterbezirksvorstandes Braunschweig teil. Dort wurde die Halbzeitbilanz des Unterbezirksvorstandes gezogen. Im Anschluss an die Unterbezirksvorstandssitzung referierte der Landesgeschäftsführer der SPD, Michael Rüter, in der Unterbezirksausschuss-Sitzung zum Thema „Strategieplanung zur Landtagswahl 2013“.
Dienstag war ein freier Tag, den es bei dem sonst prall gefüllten Terminkalender von Klaus-Peter nur sehr selten gibt. Diesen für mich freien Tag nutzte Klaus-Peter, um seine Post abzuarbeiten, wozu er sonst kaum Zeit findet.
Der Mittwoch begann um 7:30 Uhr mit dem GewerkschafterInnen Frühstück im Volksfreundhaus. Hinterher war in Hannover eine Sitzung des AK Innen und Sport der SPD Landtagsfraktion zur Vorbereitung der Ausschusssitzung am Donnerstag, dem 19. April. Danach tagte der AK Petition der SPD-Landtagsfraktion, in der die Petitionen des anschließenden Petitionsausschusses besprochen wurden. Im folgenden Petitionsausschuss des Landtages, bei dem Klaus-Peter als Vertreter einer Kollegin anwesend war, wurde darüber diskutiert, wie man mit Petitionen aus der Bevölkerung weiter verfahren sollte. Am selben Abend hatte Klaus-Peter noch zu einem Wahlkreisstammtisch in Vechelde geladen.
Am Donnerstag waren wir vormittags in Hannover zu der ganztägigen Ausschusssitzung für Inneres und Sport, wo verschiedenste Meinungen zu dem neuen Brandschutzgesetz angehört wurden und Vertreter der Landesregierung über die Neuorganisation der Polizeihubschrauberstaffel Niedersachsens unterrichteten.
Am Freitag, dem 20. April, habe ich an der SPD-Bezirksdelegiertenkonferenz in Osterode im Harz teilgenommen, bei der Frank-Walter Steinmeier eine Wahlkampfrede gehalten hat und über die Liste für die im Januar 2013 anstehende Landtagswahl abgestimmt wurde.
Anlässlich des 40. Jubiläums der Jugendfeuerwehr Volkmarode schauten wir am Startpunkt des diesjährigen Jugendfeuerwehr Stadtorientierungsmarsches in Volkmarode vorbei.
Danach fuhren wir in den Heidberg, zur Jahreshauptversammlung des Verbandes Wohneigentum Braunschweig, wo Klaus-Peter ein Grußwort sprach. Gegen Abend waren wir in der Weststadt, bei dem AWO-Länderabend „Polen-Ukraine“. Hier haben sich die beiden Gastgeberländer der kommenden Fußball Europameisterschaft kulturell und auch kulinarisch vorgestellt.
Am Sonntag stand dann mein letzter Termin an: Ein Referat beim SPD-Ortsverein Grasleben von Klaus-Peter zur Innenpolitik Niedersachsens.


Resümee und Dank

Ich habe einige Institutionen kennenlernen können, die man als Bürger häufig nur am Rande wahrnimmt. Das Praktikum hat mir noch einmal verdeutlicht, wie viel „Netzwerkarbeit“ notwendig ist, um sich gerade auch für „Randthemen“ stark zu machen. Auch die Wichtigkeit von gemeinnützigen Vereinen und die geleistete Arbeit ist mir besonders nahe gebracht worden.
Politik ist für mich eine Dialogarbeit, die ein Einfühlungsvermögen in den verschiedensten Bereichen des Lebens voraussetzt, um erfolgreich zu sein.

Abschließend möchte ich mich bei Klaus-Peter bedanken, dass es so problemlos möglich war, dieses Praktikum in die Wege zu leiten.
Ich kann guten Gewissens behaupten, dass ich von dem Vorurteil, dass alle Politiker viel Geld für wenig Arbeit bekommen, gegenteilig überzeugt wurde!


 

Tim Fabian