Abschlussinterview bei der Braunschweiger Zeitung

 
 

Landtagsvizepräsident Klaus-Peter Bachmann gab im Medienhaus der Braunschweiger Zeitung dem Chefredakteur Armin Maus und Dr. Michael Ahlers zum Abschluss seiner Zeit als Landtagsabgeordneter ein Interview. Bachmann erklärte, er sei nicht traurig, aus dem Landtag auszuscheiden, obwohl er sehr gern Abgeordneter gewesen sei.

 

Zum Wahlergebnis befragt, meinte Bachmann, er sehe in der Region einen positiven Trend bei den Wahlergebnissen auf allen Ebenen für die SPD. Das sei Folge guter Leistungen des Teams der SPD-Mandatsträger und der Dinge, die sie für die Region erreicht hätten, beispielsweise der Investitionen in den Nahverkehr. Außerdem habe es sich bewährt, dass die SPD-Politikerinnen und Politiker der Region viel ehrenamtliche Arbeit leisten und dadurch vor Ort erfahren, „wo die Menschen der Schuh drückt“.

Chefredakteur Maus erkundigte sich, welches Gewicht und welche Ämter Politiker aus der Region künftig haben würden. Bachmann antwortete, dass beispielsweise Dr. Christos Pantazis Sprecher der Braunschweiger Gruppe sein werde. Ferner könne er sich vorstellen, dass Politiker oder Politikerinnen aus der Region stellvertretend den Fraktionsvorsitz, ein Vizepräsidentenamt und vielleicht sogar ein Ministerium übernehmen könnten.

Bachmann erklärte, er hätte lieber eine Ampelkoalition gesehen, doch es stehe offenbar keine andere Konstellation als eine große Koalition zur Verfügung, aber diese, im Gegensatz zu der früheren im Bund in Niedersachsen unter Führung der SPD, biete mit der großen Mehrheit im Landtag Gelegenheit zu sonst nicht machbaren Reformen.

Nach der Erfolgsbilanz seiner Zeit im Landtag gefragt, zählte Bachmann Beispiele auf, er habe zur Gründung des Museums Friedland beigetragen und zu mehr Investitionen in die Feuerwehrausbildung als je zuvor. Auf Braunschweig bezogen habe er sich für die ganze Stadt eingesetzt, zum Beispiels erfolgreich für die Förderung der Weststadt. Er habe am Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen für psychisch Kranke und dessen Novellierung mitgewirkt, sowie maßgeblich am neuen Katastrophenschutzgesetz.

Den neu gewählten Abgeordneten gab Bachmann mit auf den Weg, sie sollten sich für die Zukunftsfähigkeit der Kommunen im Regionalverband Großraum Braunschweig einsetzen, sowie für die Renovierung des Staatstheaters, den Ausbau der wichtigen Kreuzung in Vechelde beim Rathaus und natürlich die Integration.

Seine Ehrenämter, die auch viel Zeit beanspruchen, will Bachmann beibehalten, beispielsweise bei der AWO, besonders in der Sozial- und Jugendarbeit, beim Fanprojekt, im Bereich Feuerwehr, dort unter anderem im Förderverein. Wenn möglich, würde er gern weiter ehrenamtlich bei der Landeszentrale für Politische Bildung und dem Museum Friedland aktiv bleiben. Außerdem ist der Karneval sein Hobby. Für die Ehrenämter brauche er aber nicht mehr „früh aufzustehen“, meinte Bachmann scherzhaft.

Seine beiden Gesprächspartner dankten ihm für das Interview und stellten fest, durch die Ehrenämter würde man sich auch künftig weiterhin treffen.

 

 
    Innen- und Rechtspolitik     Kommunalpolitik     Niedersachsen
 

 


Kommentar schreiben

Netiquette
 

Spamschutz

Senden
 

Netiquette

Schließen
 

Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.

Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.